Veröffentlicht am 17.06.2016

Richtfest am Schüttfort - Neubau

ERÖFFNUNG IM OKTOBER Schuhhaus wächst auf 1000 Quadratmeter – Arztpraxen noch nicht vergeben

Von Ulf-Peter Busse
Bergedorf. Es geht zügig voran auf einer umstrittenen Baustelle: Gestern feierte Familie Schüttfort mit 100 Gästen Richtfest der vier Millionen Euro teuren Erweiterung ihres Schuhhauses. Läuft alles weiter so gut, steht der Eröffnung im Oktober auf dann fast 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche nichts entgegen. „Ein seit Jahrzehnten geplantes Projekt wird endlich Wirklichkeit“, sagte Architekt Carl Michael Römer in seiner Ansprache mit Blick auf vier anwesende Schüttfort Generationen. Zunächst habe es bis Mitte der 90erJahre gedauert, bis alle vier Grundstücke erworben waren, auf denen jetzt der Neubau entsteht. Dann machte allerdings die marode Bausubstanz der beiden damals hier an der Chrysanderstraße stehenden historischen Kornspeicher Probleme. Bis sie im Frühjahr 2015 mit Genehmigung von Bezirksversammlung und Denkmalschutzamt schließlich dem Abrissbagger zum Opfer fielen. Diese Entscheidung entzweite die Bergedorfer. Während Firmenoberhaupt Wido Schüttfort und sein im Januar verstorbener Vater Friedrich viel Kritik als Abreißer von historischer Bausubstanz einstecken mussten, gab es andererseits auch dickes Lob. Denn mit der Investition setzt Schüttfort ein Zeichen für die Zukunft des Einkaufsstandortes Sachsentor, dem er mit dem Neubau eine neue Attraktion und nicht zuletzt die Verbindung zur Bergedorfer Schlossstraße beschert. Entsprechend selbstbewusst blickte Wido Schüttfort in seiner Ansprache in die Zukunft:
„131 Tonnen Bewehrungsstahl, 1700 Kubikmeter Beton und 600 Quadratmeter Mauerwerk bilden künftig eine stabile und schützende Hülle für das Schuhhaus, seine Kunden und Mitarbeiter.“ Während das Stammgeschäft der Familie in das komplette Erdgeschoss und die erste Etage einzieht, wird mit den potenziellen Mietern darüber noch verhandelt. Sicher ist, dass im zweiten und dritten Stockwerk Arztpraxen einziehen. Wohnungen sind nicht geplant. Unterzeichnet hat derweil bereits die Hamburger Volksbank. Sie wird einen Geldautomaten gleich neben dem Treppenhaus Chrysanderstraße 1 aufstellen.

Verlinkung zur Bergedorfer Zeitung

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Ulf-Peter Busse - Bergedorfer Zeitung

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