Schüttfort: Startschuss für die letzten Bauarbeiten

Sachsentor - Schuhhaus modernisiert nun vorderen Ladenteil
„Das Ganze sieht schlimmer aus, als es eigentlich ist“, sagt Schuhhändler Wido Schüttfort mit Blick auf die Baustelle in seinem Laden am Sachsentor. Seit Mittwoch ist der gesamte vordere Teil geschlossen, auf den etwa 200 Quadratmetern Verkaufsfläche hier tummeln sich derzeit keine Kunden, sondern eifrige Handwerker. Sie reißen die Deckenverkleidungen ab, entfernen die alte Verkabelung und entsorgen kiloweise altes Material.
Bis Ende August – so ist zumindest der Plan der Schüttforts – soll hier vor allem an der Klimaanlage und der Beleuchtung gearbeitet werden. Dabei werden umweltfreundlichere und kostensparende LED-Lampen eingebaut, die viel weniger Strom verbrauchen sollen als das vorherige Lichtsystem, das schon mehr als 20 Jahre alt war.
„Wenn an der Gebäudetechnik und also an der Decke gearbeitet werden soll, muss halt die gesamte Einrichtung raus und dann sieht es hier so aus“, sagt der Inhaber. Die Modernisierung der vorderen Ladenfläche war schon lange geplant und ist Teil der gesamten Baumaßnahmen, die mit dem hinteren Neubau im Jahr 2014 begonnen haben. Der vier Millionen Euro teure Neubau sollte eigentlich Ende Oktober 2016 eröffnet werden, doch daraus wurde Februar 2017, weil unvorhergesehene Probleme mit der Statik auftraten.
Und es mussten zwei historische Speicher abgerissen werden, was in Bergedorf auch noch teils massive Kritik auslöste. Doch die hohe Investition in die Zukunft des Einkaufsstandorts stand gegen den Erhalt der 200 Jahre alten Bausubstanz, die sich einem Gutachten zufolge in sehr schlechtem Zustand befand.
Spätestens seit der Eröffnung des Neubaus ist diese Diskussion von vielen Bergedorfern vergessen, und Kunden können seither auf zwei Ebenen einkaufen. Geöffnet ist der Neubau nun auch während des Umbaus im vorderen Teil. Der Eingang befindet sich an der Chrysanderstraße.
Sobald der aktuelle Umbau abgeschlossen ist, wird auch im hinteren Teil noch am Erscheinungsbild der Verkaufsfläche gearbeitet: „Wir wollen aber erstmal sehen, wie alles von den Kunden angenommen wird“, sagt Claudia Schüttfort.
Noch keine Neuigkeiten gibt es bei der Vermietung der vier im Neubau entstandenen Praxis- und Büroflächen. Bislang sind keine Verträge unterschrieben. „Für alle Bereiche gibt es aber Interessenten“, sagt Schüttfort. Auch ein Geldautomat soll kommen – nur wann, kann er noch nicht sagen.
( tfs ) Bergedorfer Zeitung vom 14.07.2017